Lexikon zum Thema Haare, Haarausfall und Haarverpflanzung

Allgemeinanästhesie

"Als Allgemeinanästhesie oder Narkose (umgangssprachlich häufig fälschlich als "Vollnarkose" bezeichnet) bezeichnet man die Herstellung einer Toleranz von diagnostischen oder operativen Eingriffen durch Angriff am Zentralen Nervensystem. Traditionell werden darunter die Kombination von zentralnervöser Schmerzausschaltung (Analgesie), Aufhebung des Bewusstseins (Hypnose) und Dämpfung vegetativer Funktionen, gegebenenfalls erweitert durch eine Muskelentspannung (Muskelrelaxierung) verstanden. Üblicherweise geht damit eine Gedächtnislücke (Amnesie) einher. Eine strenge Trennung dieser Bestandteile ist nicht möglich, ebenso sind die genauen anatomischen Wirkorte und molekularen Mechanismen noch nicht komplett verstanden."

Quelle: Wikipedia 

Alopecia Areata

Bei der Alopecia Areata ( auch kreisrunder Haarausfall ) lockern sich die Haare spontan innerhalb eines scharf begrenzten runden Bezirkes wobei sich die Kopfhaut nicht verändert. Wenn die einzelnen Herde sich ausbreiten und weiter verschmelzen dann können große Flächen vom Haarausfall betroffen sein. In den extremsten Fällen führt er zum Verlust sämtlicher Kopfhaare und unter Umständen auch anderer Körperhaare. Diesen vollkommenen Verlust bezeichnet man als Dystrophie – Fehlwuchs – und auch die Fingernägel können davon betroffen sein. Als eine Ursache vermutet man allergische Reaktionen, nervös bedingte Ernährungsstörungen der Haarwurzel und innersektorische Veränderungen.

Alopezie

Alopezie / Alopecia ist ganz allgemein eine sichtbare Lichtung des Kopfhaars, d. h. ein Zustand mit abnorm schütterem Haupthaar (Hypotrichose) oder mit haarlosen Hautbezirken.
(Quelle: Wikipedia)

Anästhesie

"Anästhesie ist in der Medizin ein Zustand der Empfindungslosigkeit zum Zweck einer operativen oder diagnostischen Maßnahme und zugleich das medizinische Verfahren, um diesen herbeizuführen."

Quelle: Wikipedia 

Man Unterscheidet dabei zwischen einer lokalen Anästhesie und einer Allgemeinanästhesie.

Androgenetischer Haarausfall (AGA)

"Ursache für den häufig als erblich bedingt bezeichneten Haarausfall (alopecia androgenetica oder androgenetische Alopezie, durch Androgene hervorgerufener Haarausfall) ist eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT). Hierdurch hervorgerufener Haarausfall ist genetisch bedingt.

Da DHT auch in der Kopfhaut vorhanden ist und eine ererbte Überempfindlichkeit dafür besteht, wird die Wachstumsphase (Anagenphase) des Haars verkürzt. Ein glatzköpfiger Mann hat dementsprechend nicht weniger Haarfollikel als ein Mann mit vollem Haarwuchs, lediglich die Wachstumsphase des Haars ist derart verkürzt, dass es – vergleichbar z. B. mit den Härchen auf der Stirn – kaum noch sichtbar hervortritt. Die Haarfollikel verkümmern also nach und nach, was auf die Überempfindlichkeit auf das DHT zurückzuführen ist. Unempfindlich gegen DHT ist das Kopfhaar im Hinterkopf- und Nackenbereich; es fällt deshalb auch nach einer Transplantation auf den Oberkopf nicht aus."

Quelle: Wikipedia


Dense Packing

Dense Packing = Dichte Haartransplantation. Unter Dense Packing versteht man die maximale Dichte der eingepflanzten Grafts pro cm² bei der Haarverpflanzung. Nicht vom Haarausfall Betroffene haben eine natürliche Dichte von ca. 80 – 100 FU (ca. 150 – 200 Haarfollikel pro cm²)  Bei der Haarverpflanzung sollten mind. ca. 60% der früheren Dichte angestrebt werden, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Eine Dichte von ca. 25 Grafts kann beispielsweise schon optimal sein, wenn der Betroffene relativ kahl ist und die Spenderfläche nicht mehr hergibt für eine komplette Verteilung.

Diffuser Haarausfall

Diese Form des Haarausfalls beschränkt sich nicht auf einen bestimmten Bereich des Kopfes. Das Haar dünnt in allen Bereichen des Kopfes aus. Ursachen können Stress, Mangelerscheinungen, Infektionen, Medikamente oder eine hormonelle Umstellung nach Geburt oder in den Wechseljahren sein. Wenden Sie sich zunächst an Ihren Arzt oder Dermatologen. Wenn die Ursache bekannt ist und der Haarausfall durch medizinische Maßnahmen gestoppt wurde, kann durch eine Haartransplantation wieder ein ansprechendes Ergebnis und Haardichte erreicht werden.

Eigenhaarverpflanzung

Die Eigenhaarverpflanzung gehört zu den effektivsten Methoden, den erblich bedingten Haarausfall zu bekämpfen. Bis zu 4000 Haartransplantationen werden jährlich allein in Deutschland durchgeführt. Bei der Haarverpflanzung werden körpereigene Haare umverteilt. Das zu erwartende Ergebnis hängt wesentlich von der Spenderfläche sowie von erforderlichen Graftzahl ab. Zwei Techniken der Eigenhaarverpflanzung haben sich in den vergangenen Jahren erfolgreich bewährt. Bei der FUT-Technik werden die Haarwurzeln aus einem Hautstreifen des Hinterkopfbereiches gewonnen, während  dies bei der Eigenhaarverpflanzung in der FUE-Technik einzeln, Stück für Stück aus dem Haarkranz geschieht. 

FU (Follicular Unit)

Eine natürliche Haarbündelung besteht aus 1 bis 4 Haarwurzeln.  Ein Haarbündel wird als Follikulare Einheit bzw. Follicular Unit bezeichnet. Ein FU ist jedoch nich mit einem Graft  (zu verpflanzende Einheit) – zu verwechseln.

FUE (Follicular Unit Extraction)

Aus dem Spendergebiet (Kopf oder Körper des Patienten) werden einzelne follikulare Units/Einheiten mit einem feinen Tool entnommen. 

FUT

Englische Bezeichnung für das  Verpflanzen der Haarfollikel mit der Streifenmethode / Stripmethode. Bei der FUT-Haarverpflanzung wird das Spenderhaar aus dem Hinterkopfbereich zwischen beiden Ohren aus einem Hautstreifen gewonnen. 

Geheimratsecken

Die Geheimratsecken sind die ersten sichtbaren Zeichen des erblich bedingten Haarausfalls. Die Haartransplantation ist neben der medikamentösen Behandlung die wirkungsvollste Möglichkeiten, wieder eine natürliche Haarlinie und volles Haar zu bekommen.

GHE

ist die Abkürzung für Geheimratsecken

Glatze

"Als Glatze (auch Kahlkopf, umgangssprachlich auch Platte) bezeichnet man die Oberseite des menschlichen Kopfes, wenn auf ihm keine Haare vorhanden sind, oder diese rasiert wurden. Neuerdings hat die Kopfrasur auch Einzug in die Palette der modischen Stile gehalten.

Die altersbedingte Glatze, die vor allem beim Mann und selten bei der Frau (nach deren Menopause) vorkommt, wird in westlichen Kulturen oft negativ beurteilt: Sie gilt als Zeichen von Alter und bisweilen als unattraktiv. Der Haarausfall beim Mann (auch androgenetischer Haarausfall) beginnt meist mit Geheimratsecken und nimmt Verlaufsformen an, die durch das Hamilton-Norwood-Schema beschrieben sind. Beim nicht geschlechts- oder altersspezifischen Haarausfall (Alopecia areata) kann ausgehend von kleinen haarlosen Flecken in wenigen Monaten eine vollständige Glatze entstehen. Dies betrifft auch Kinder."

Quelle: Wikipedia


Graft

Transplantat bei der Haarverpflanzung. Als Graft wird die zu verpflanzende follikulare Einheit bei der Haartransplantation bezeichnet.  Ein Graft besteht aus 1-4 Haaren. Die Grafts werden aus einem Hautstreifen des  Hinterkopfes gewonnen und präpariert und in die lichten bzw. kahlen Stellen verpflanzt. Bei einer Haarverpflanzung können bis zu 3.500 Grafts in einer Sitzung verpflanzt werden. 

HA

HA ist die Abkürzung für Haarausfall.

Haar

"Haare (lat. pili, capillus, crinis, coma) sind lange Hornfäden. Sie bestehen im Wesentlichen aus Keratin. Haare in diesem Sinne kommen nur bei Säugetieren vor, die alle auf ihrer Haut zumindest teilweise Haare tragen. Die Schleimhäute sind immer unbehaart. Mit wenigen Ausnahmen (Handflächen, Fingerinnenseiten, Fußsohlen, Brustwarzen,Lippenrot) ist die gesamte äußere Haut des Menschen behaart."

Quelle: Wikipedia

Haarausfall

Haarausfall – veranlagungsbedingt sowie kreisrund. Besonders bei Männern handelt es sich überwiegend um den veranlagungs-  bzw. hormonbedingten Haarausfall. Eine wirksame Therapie zur Behandlung des Haarausfalls kann die Haartransplantation (Eigenhaarverpflanzung) sein. Fallen täglich mehr als 100 Haare aus liegt ein krankhafter Haarausfall vor. Bei der Haartransplantation wird vorhandenes Spenderhaar aus dem Hinterkopfbereich in die Problemzonen umverteilt. Die zu verpflanzenden Einheiten FU (follikulare Units) werden aus einem Hautstreifen mikroskopisch präpariert. Bis zu 3.500 Grafts (ca. 8.000 Haare) können bei einer Haarverpflanzung eingesetzt werden.  Vor und nach der Haartransplantation ist es ratsam, den begonnen Haarausfall durch den Wirkstoff Finasterid zu stoppen. Finasterid ist in den  Apotheken unter dem Handelsnamen Propecia und Proscar zu erhalten. 

Haardiagnose

" Die Diagnose ist [...] die genaue Zuordnung von Befunden – diagnostischen Zeichen oder Symptomen – zu einem Krankheitsbegriff oder einer Symptomatik im Sinne eines Syndroms."

Quelle: Wikipedia 

Bei der Haardiagnose handelt es sich um die Diagnose bezüglich der Haarsituation eines betroffenen.

Haarfollikel

"Der Haarschaft (Scapus) liegt in einer länglichen Einstülpung der Oberhaut, dem Haarfollikel oder Haarbalg, an dessen unteren Ende das Haar in der Haarwurzel (Radix pili) gebildet wird. In den Follikel mündet eine Talgdrüse, teilweise auch eine Duftdrüse.

Der Haarfollikel ist seiner Länge nach von einer inneren und einer äußeren epithelialen Haarwurzelscheide umgeben."

Quelle: Wikipedia


Haarlinie

Die Haarlinie ist der Haaransatz bzw. der Übergang von der Stirn zum Kopfhaar. Die gelungene Haarlinie und die Dichte haben einen großen Einfluss auf das Ergebnis der Haartransplantation

Haartransplantation

Die Haartransplantation ist vor allem bei Männern mit einem erblich bedingten Haarausfall eine erfolgreiche Methode, den Haarausfall zu bekämpfen. Die Eigenhaarverpflanzung ist eine bewährte Methode um vorhandene Haare in lichte oder kahle Bereiche zu verpflanzen. Meist wird das Haar aus dem Hinterkopfbereich, zwischen den Ohren entnommen. Je nach Ergiebigkeit der Spenderfläche, kann die Haartransplantation auch bei einer unbefriedigenden Ausgangssituation zu einem ansprechenden Ergebnis führen. Die Haarverpflanzung gehört zu den häufigsten Schönheitsoperationen bei Männern. Die Entnahme von einzelnen follikularen Einheiten (FUE) sowie die Streifenentnahme (FUT) aus dem Hinterkopfbereich sind heute die effektivsten Methoden der Haartransplantation. Wird die Haarverpflanzung von einer routinierten Haarklinik durchgeführt, kann bei beiden Techniken ein harmonisches und natürliches Ergebnis erwartet werden.

Haarverpflanzung

Ob Haarverpflanzung, Haartransplantation oder Eigenhaarverpflanzung, in der Regel ist damit das chirurgische Umverteilen von eigenem Haar aus dem Haarkranz gemeint. Haare aus dem Haarkranz eignen sich besonders, da diese genetisch anders als die vom Haarausfall betroffenen und gefährdeten Bereiche, programmiert sind. Auch nach der Haarverpflanzung sind die Haarwurzeln unempfindlich gegenüber  dem männlichen Hormon DHT, dem Verursacher des erblich bedingten Haarausfalls. Wird die Haarverpflanzung von einer erfahrenen Haarklinik durchgeführt, ist das Resultat der Haarverpflanzung natürlich und von Dauer.  Bei einer Haarverpflanzung können in einer Sitzung bis zu 3.500 Grafts -  (ca. 8.000 Haare) in ehemals kahle und lichte Stellen verpflanzt werden.

Haarwachstum

"Haare wachsen in Zyklen, ein Haarfollikel durchläuft dabei mehrere Phasen, die als Haarzyklus bezeichnet werden. Kopfhaare wachsen pro Tag 0,3 bis 0,5 mm, in einem Jahr ca. 15 cm. Für die resultierende Haarlänge ist aber neben der Wachstumsleistung auch die Dauer des anhaltenden Wachstums entscheidend. Während viele Tiere saisonalbedingt ein oder zweimal im Jahr Haarausfall erleben, wächst das Haupthaar des Menschen über mehrere Jahre hindurch, bei Frauen länger als bei Männern, bis zum Ausfall des (langen) Haares. Die Größe des Wachstums hängt von individuellen Faktoren sowie vom Zeitpunkt im Haarzyklus ab.

Die verbreitete Annahme, Körperhaare (Barthaare, Beinhaare) würden durch regelmäßiges Rasieren schneller oder vermehrt wachsen, ist falsch."

Quelle: Wikipedia


Kreisrunder Haarausfall - Alocepia areata, Pelade

Bei dem kreisrunden Haarausfall lockern sich die Haare spontan innerhalb eines scharf begrenzten runden Bezirkes wobei sich die Kopfhaut nicht verändert. Wenn die einzelnen Herde sich ausbreiten und weiter verschmelzen dann können große Flächen vom Haarausfall betroffen sein. In den extremsten Fällen führt er zum Verlust sämtlicher Kopfhaare und unter Umständen auch anderer Körperhaare. Diesen vollkommenen Verlust bezeichnet man als Dystrophie – Fehlwuchs – und auch die Fingernägel können davon betroffen sein. Als eine Ursache vermutet man allergische Reaktionen, nervös bedingte Ernährungsstörungen der Haarwurzel und innersektorische Veränderungen.

Lateral Slit

Lateral Slit ist eine Verpflanzungstechnik bei der Haartransplantation. Durch den feinen Einschnittwinkel kann die Haarwuchsrichtung dem normal wachsenden Haar angepasst werden.

Lokalanästhesie

"Als Lokal- und Regionalanästhesie ("örtliche Betäubung", umgangssprachlich fälschlich auch als Teilnarkose bezeichnet) wird die örtliche Schmerzausschaltung im Bereich der Nervenbahnen- und /oder -endigungen ohne Beeinträchtigung des Bewusstseins verstanden. Dies geschieht vor allem durch Medikamente, die - direkt an den jeweiligen Wirkort injiziert - die elektrische Leitfähigkeit der Nerven für Nervenimpulse reversibel unterdrücken, die Lokalanästhetika."

Quelle: Wikipedia

Mega Transplantation

Werden über 2.000 Grafts bei einem Patienten in einer Sitzung implantiert, spricht man von einer „Megasession“. Durch technologische Fortschritte sowie durch die Änderung der angewendeten Methoden ist es heute möglich, weit über 2.500 Grafts bei der ersten Haartransplantation zu verpflanzen.

Eine Dichte von 40 – 60 Grafts pro qcm ist Dank feiner präparierter Grafts sowie durch kleine Einpflanzkanäle in qualifizierten Kliniken selbstverständlich.
Das Ziel ist es, in einer Sitzung die größtmögliche Menge an follikularen Einheiten zu verpflanzen und falls erforderlich,  bei einer evtl. weiteren Sitzung die optimale Dichte zu erreichen.


Micro graft

Micro Grafts sind Teile der Kopfhaut mit ca. 4-8, Micrografts mit ca. 1-4 Haarwurzeln. Die Transplantate werden vom Haarchirurgen willkürlich bestimmt, ohne dass diese zuvor in die natürlichen follikularen Einheiten – Haarbündelungen – unter dem Mikroskop zerlegt wurden.

Örtliche Betäubung

Örtliche Betäubung ist eine Umgangssprachliche Bezeichnung für die Lokalanästhesie.

Scarring Alopecia

Dieser Typ des Haarausfalls ist die Folge von Operationsnarben oder Brandwunden. Vor einer evtl. Haarverpflanzung wird eine Voruntersuchung verlangt, um zu prüfen ob die Haarverpflanzung den gewünschten Erfolg bringen kann.

Strip

Englische Bezeichnung für Streifen. Aus dem Streifen (Hautstreifen) werden die Follikel für die Haarverpflanzung gewonnen.

Strip-Haartransplantation

Aus dem Spendergebiet des Hinterkopfbereiches wird ein Hautstreifen entnommen. Der Hautstreifen wird unter dem Mikroskop in Grafts präpariert. Die Größe der Narbe ist abhängig von der Anzahl der zu verpflanzenden Grafts. Bei entsprechender Haarlänge ist die feine Narbe nach der Haartransplantation kaum mehr sichtbar.

Telogen Efluvium

Ca. 85% der Haare befinden sich bei gesunden Menschen in der anagenen Phase und der Rest in der Erholungsphase. D.h. der größte Teil der Haare wächst weiter und fällt gleichzeitig aus. In diesem Zyklus ist es normal, wenn täglich bis zu 100 Haare ausfallen. Bei Telogen Efluvium handelt es sich um einen Ausfall und ausdünnen der Haare über einen längeren Zeitraum. Der Auslöser des Prozesses kann einige Monate zurück liegen. Selbst grippale Infektionen, Sorgen und Stress können Ursache des Haarausfalls sein.

Traction Alopecia

Dieser permanente Haarausfall wird durch eine lang anhaltende Anspannung der Haare verursacht. Zu eng gebundene Zöpfe und Kopftücher können zu einem Ausfall der Haare im Bereich der Schläfen oder Stirn führen. Bei Männern kann Traction Alopecia auch durch das Tragen einer Perücke auftreten.

Vollnarkose

Die Allgemeinanästhesie oder Narkose (von altgriechisch ναρκώδης narkōdēs „erstarrt“) ist eine Form der Anästhesie, deren Ziel es ist, Bewusstsein und Schmerzempfindung des Patienten auszuschalten, um diagnostische oder therapeutische Eingriffe (Operationen) durchführen zu können und sowohl für den Patienten als auch für den Arzt optimale Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu werden ein oder mehrere Narkosemittel (Allgemeinanästhetika) verabreicht, die im zentralen Nervensystem wirken, unter Umständen auch Wirkstoffe zur Entspannung der Skelettmuskulatur. Der Patient ist dabei nicht erweckbar, im Unterschied zu Lokal- und Regionalanästhesieverfahren, bei denen die Schmerzausschaltung über die Blockade von Nervenfasern nur einzelne Regionen des Körpers umfasst.
 
Die Allgemeinanästhesie wird meist unter geplanten Umständen im Rahmen einer Operation durchgeführt, wird jedoch auch bei interventionellen Eingriffen sowie bei Eingriffen in der Veterinärmedizin eingesetzt. Bei der endotrachealen Intubation beim Atemwegsmanagement in der Notfall- und Intensivmedizin kann ebenfalls eine Narkose eingesetzt werden, zur Fortführung der Beatmungstherapie ist anschließend eine Sedierung ausreichend.

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