Haarausfall bei Frauen
Auch viele Frauen verlieren im Laufe des Lebens Haare. Anders als bei Männern zeigt sich der Haarverlust meist nicht als Glatze, sondern als Ausdünnung entlang des Scheitels oder als lichter Oberkopf, während die Stirnlinie oft erhalten bleibt. Fachleute beschreiben diese Muster mit der Ludwig-Skala.
Die Ursachen sind vielfältiger als beim Mann: hormonelle Veränderungen nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, Schilddrüsenerkrankungen, Eisen- oder Vitaminmangel, Stress, Medikamente, aber auch erbliche Veranlagung oder dauerhafter Zug durch straffe Frisuren (Traktionsalopezie).
Zuerst die Ursache klären
Bevor eine Haartransplantation in Frage kommt, sollte eine Hautärztin oder ein Hautarzt die Ursache untersuchen, zum Beispiel mit Blutwerten und einer Haaranalyse. Viele Formen des Haarausfalls bei Frauen lassen sich medikamentös oder durch Behandlung der Grunderkrankung bessern. Mehr dazu unter Behandlung ohne OP.
Wann eine Transplantation helfen kann
Gut geeignet bei
- erblich bedingte, umschriebene Lichtung bei stabilem Verlauf
- hohe Stirn oder Geheimratsecken, auch angeboren
- Haarverlust durch Zug (Traktionsalopezie)
- Narben, etwa nach einem Facelift oder Unfall
- ausreichend dichter Spenderbereich am Hinterkopf
Eher nicht oder erst später
- diffuser Haarausfall über den ganzen Kopf
- hormonell oder durch Mangel bedingter, noch aktiver Haarausfall
- kreisrunder Haarausfall
- dünner Spenderbereich
Besonderheiten bei Frauen
Bei Frauen wird häufig die FUT-Methode oder eine FUE mit Teilrasur gewählt, damit das lange Haar die Entnahmestelle sofort verdeckt. Bei der Verdichtung werden die Grafts zwischen die vorhandenen Haare gesetzt. Der Eingriff erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung. Während Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht operiert.
Ihr persönliches Angebot
Senden Sie uns 4–5 Fotos Ihrer Haarsituation. Beide Kliniken schätzen den Graft-Bedarf ein, und Sie erhalten ein Angebot zum Festpreis, kostenlos und unverbindlich. Noch nicht so weit? Dann laden Sie zuerst unser Infopaket (PDF, 18 Seiten) herunter.
Häufige Fragen
Muss ich mir für die Haartransplantation die Haare abschneiden?
In vielen Fällen nicht. Bei FUT oder FUE mit Teilrasur wird nur ein schmaler Bereich am Hinterkopf vorbereitet, den das übrige Haar verdeckt.
Wie viele Grafts brauchen Frauen?
Das hängt von der Fläche ab. Für eine Verdichtung am Scheitel sind oft 1.000 bis 2.500 Grafts nötig. Eine verlässliche Einschätzung geben die Ärzte anhand Ihrer Fotos.
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Quellen und weiterführende Informationen
- ISHRS – International Society of Hair Restoration Surgery: Patienteninformationen – Fachgesellschaft der Haarchirurgen
- AOK Gesundheitsmagazin: Haartransplantation – Methoden, Risiken und Nebenwirkungen
- Stiftung Warentest: Haartransplantationen – reine Kopfsache
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft: Informationen zu Haarausfall (Alopezie)
Allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch ein persönliches Beratungsgespräch. Die Ergebnisse einer Haartransplantation sind individuell und nicht vorhersehbar, Erfolge können nicht zugesichert werden.

