Heilungsverlauf Woche für Woche
| 1. Tag | Verband am Spenderbereich (bei FUT), erste Haarwäsche in der Klinik. Spannungsgefühl, aber in der Regel keine starken Schmerzen. |
|---|---|
| 2.–3. Tag | Kleine Krusten bilden sich. Schwellungen an Stirn und Augen sind möglich und klingen nach einigen Tagen ab. |
| 1 Woche | Rötungen im Spenderbereich lassen nach, erste Krusten lösen sich. Tägliche, schonende Haarwäsche nach Anleitung. |
| 10–14 Tage | Krusten sind abgefallen, bei FUT werden die Fäden gezogen. Die meisten Patienten sind wieder gesellschaftsfähig. |
| 2–8 Wochen | Ein Großteil der transplantierten Haare fällt aus. Das ist normal, die Wurzeln bleiben in der Haut (Ruhephase). |
| 3–4 Monate | Die neuen Haare beginnen zu wachsen, zunächst fein und dünn. Missempfindungen verschwinden meist. |
| 6 Monate | Ein großer Teil der Haare wächst sichtbar nach, Dichte und Länge nehmen zu. |
| 9–12 Monate | Die Haare werden kräftiger. Das Endergebnis lässt sich frühestens jetzt beurteilen, am Wirbel teils erst nach 12–18 Monaten. |
Die wichtigsten Regeln nach der OP
- Schlafen: in den ersten Nächten mit leicht erhöhtem Oberkörper, ein Nackenkissen hilft
- Haarwäsche: ab dem ersten oder zweiten Tag nach Anleitung der Klinik mit dem mitgegebenen Shampoo, ohne zu reiben
- Medikamente: Antibiotika und Schmerzmittel nach Verordnung, meist für fünf bis sieben Tage
- Kopfbedeckung: nur locker sitzende Mützen oder Hüte, keine engen Kappen und keine Haarteile für mindestens zwei bis drei Wochen
- Sport und Schwitzen: zwei bis drei Wochen meiden, Krafttraining und Kampfsport eher vier Wochen
- Sonne, Solarium, Sauna, Chlorwasser: mindestens vier Wochen meiden, die Kopfhaut in den ersten Monaten vor Sonne schützen
- Alkohol und Rauchen: in den ersten Tagen verzichten, beides kann die Heilung beeinträchtigen
- Arbeit: Büroarbeit ist medizinisch oft nach wenigen Tagen möglich, viele Patienten gönnen sich aber bis zum Abfallen der Krusten eine Pause
Warum fallen die neuen Haare wieder aus?
Zwischen der zweiten und achten Woche fallen die meisten transplantierten Haare aus. Das erschreckt viele Patienten, ist aber ein normaler Teil des Haarzyklus: Die Haarwurzeln bleiben in der Haut, gehen in eine Ruhephase und bilden nach einigen Monaten neue Haare. Manchmal fallen vorübergehend auch vorhandene Haare um das behandelte Gebiet aus (Shock Loss). Sie wachsen in der Regel ebenfalls nach. Mehr dazu im Ratgeber.
Wann Sie sich melden sollten
Bei zunehmender Rötung, Schwellung, Eiter, Fieber oder starken Schmerzen wenden Sie sich bitte umgehend an uns oder an einen Arzt vor Ort. Wir stellen den Kontakt zur Klinik her.
Ihr persönliches Angebot
Senden Sie uns 4–5 Fotos Ihrer Haarsituation. Beide Kliniken schätzen den Graft-Bedarf ein, und Sie erhalten ein Angebot zum Festpreis, kostenlos und unverbindlich. Noch nicht so weit? Dann laden Sie zuerst unser Infopaket (PDF, 18 Seiten) herunter.
Häufige Fragen
Ab wann kann ich wieder arbeiten?
Medizinisch ist Büroarbeit oft schon nach wenigen Tagen möglich. Viele Patienten planen 7 bis 10 Tage ein, bis die Krusten abgefallen sind. Bei körperlicher Arbeit sollten es etwa zwei bis drei Wochen sein.
Wann darf ich meine Haare wieder schneiden?
Den Spenderbereich können Sie nach etwa drei bis vier Wochen mit der Schere nachschneiden lassen. Mit der Maschine sehr kurz rasieren sollten Sie frühestens nach einigen Wochen und nach Rücksprache.
Ist der Entnahmebereich später sichtbar?
Bei FUE heilen die Entnahmestellen zu kaum sichtbaren Punkten ab. Die feine FUT-Narbe ist ab einer Haarlänge von etwa einem Zentimeter in der Regel verdeckt.
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Quellen und weiterführende Informationen
- ISHRS – International Society of Hair Restoration Surgery: Patienteninformationen – Fachgesellschaft der Haarchirurgen
- AOK Gesundheitsmagazin: Haartransplantation – Methoden, Risiken und Nebenwirkungen
- Stiftung Warentest: Haartransplantationen – reine Kopfsache
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft: Informationen zu Haarausfall (Alopezie)
Allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch ein persönliches Beratungsgespräch. Die Ergebnisse einer Haartransplantation sind individuell und nicht vorhersehbar, Erfolge können nicht zugesichert werden.

