Auf einen Blick
- Methoden
- FUE · FUT · DHI
- Betäubung
- örtlich
- Dauer
- ca. 4–8 Stunden
- Aufenthalt
- 3 Nächte in Istanbul
- Gesellschaftsfähig
- nach ca. 10–14 Tagen
- Neues Wachstum
- ab ca. 3–4 Monaten
- Endergebnis
- nach ca. 9–12 Monaten
Richtwerte. Die genaue Planung legt der behandelnde Arzt fest.
So funktioniert die Eigenhaarverpflanzung
Bei einer Haartransplantation werden keine fremden Haare eingesetzt, sondern Ihre eigenen Haare umverteilt. Die Haarwurzeln stammen aus dem Haarkranz an Hinterkopf und Seiten. Diese Haare sind beim erblich bedingten Haarausfall in der Regel nicht betroffen, weil ihre Wurzeln weniger empfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren.
Diese Eigenschaft nehmen die Haarwurzeln an den neuen Ort mit. Deshalb wachsen transplantierte Haare in der Regel dauerhaft weiter, solange auch der Haarkranz Haare bildet. Sie können später ganz normal gewaschen, geschnitten und gefärbt werden.
Haare wachsen nicht einzeln, sondern in kleinen Gruppen von 1 bis 4 Haaren, den follikulären Einheiten. Eine solche Einheit wird bei der Transplantation als Graft bezeichnet. Im Schnitt trägt ein Graft etwa zwei Haare.
FUE, FUT und DHI im Vergleich
Die Methoden unterscheiden sich vor allem darin, wie die Grafts entnommen und eingesetzt werden. Für das Ergebnis sind andere Faktoren wichtiger: eine natürlich geplante Haarlinie, die richtige Dichte und die Erfahrung des Teams.
| FUE | FUT | DHI | |
|---|---|---|---|
| Entnahme | einzelne Grafts mit Hohlnadel (ca. 0,7–1 mm) | schmaler Hautstreifen am Hinterkopf | einzelne Grafts wie bei FUE |
| Einsetzen | in zuvor angelegte feine Kanäle | in zuvor angelegte feine Kanäle | direkt mit dem Implanter-Stift |
| Spuren am Hinterkopf | viele punktförmige, kaum sichtbare Närbchen | eine feine Linie, bei ca. 1 cm Haarlänge verdeckt | wie bei FUE |
| Rasur | Spenderbereich meist kurz rasiert | keine Komplettrasur nötig | teilweise ohne Komplettrasur möglich |
| Geeignet für | Kurzhaarschnitt, kleine bis große Flächen | längere Haare, viele Grafts in einer Sitzung | Haarlinie, Verdichtung kleinerer Areale |
Mehr zur FUE-MethodeMehr zur FUT-MethodeMehr zur DHI-Methode
Für wen ist eine Haartransplantation geeignet?
Gut geeignet bei
- erblich bedingter Haarausfall, Geheimratsecken, Tonsur
- ausreichend dichter Haarkranz als Spenderbereich
- Haarausfall, der sich weitgehend stabilisiert hat
- Narben im Kopfbereich, in denen keine Haare mehr wachsen
- Frauen mit umschriebener Lichtung und gesundem Spenderbereich
Eher nicht oder erst später
- sehr junge Männer mit noch rasch fortschreitendem Haarausfall (in der Regel nicht vor Mitte 20)
- kreisrunder Haarausfall oder ungeklärte Ursachen
- diffuser Haarausfall über den ganzen Kopf
- zu dünner oder kleiner Spenderbereich
Wie dicht wird das Ergebnis?
Volles Haar hat je nach Typ etwa 80 bis 100 follikuläre Einheiten pro Quadratzentimeter. Für einen dichten Eindruck reicht deutlich weniger, weil das Auge bereits ab etwa der Hälfte der ursprünglichen Dichte „volles Haar“ wahrnimmt. In der Praxis werden je nach Bereich etwa 35 bis 50 Grafts pro Quadratzentimeter eingesetzt, an der Haarlinie dichter, am Oberkopf etwas lockerer.
Wie viele Grafts insgesamt möglich sind, hängt vom Spenderbereich ab: Haardichte, Haardicke, Haarfarbe im Verhältnis zur Hautfarbe und die Elastizität der Kopfhaut. Welcher Graft-Bedarf bei welchem Haarausfall typisch ist, zeigt die Norwood-Übersicht.
Warum eine Haartransplantation in Istanbul?
Istanbul gehört zu den Städten mit der größten Erfahrung in der Haarchirurgie. Für viele Patienten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielen außerdem die kurzen Flugzeiten von rund drei Stunden und die Kosten eine Rolle.
Ein niedriger Preis allein ist kein gutes Kriterium. Deshalb arbeiten wir seit vielen Jahren mit nur zwei Haarkliniken zusammen, die wir persönlich kennen: der Haarklinik Dr. Kürsat Yalvac und der Haarklinik Dr. Beyhan Zeybek Ataç. Sie bekommen von beiden ein Angebot und entscheiden in Ruhe.
Ablauf in Kürze
- 1Fotos sendensicher über den Upload
- 2Angebotebeide Kliniken schätzen die Grafts ein
- 3Termin & Reisewir planen Flug, Hotel und Transfer mit
- 4OP in Istanbulambulant, in örtlicher Betäubung
- 5Nachsorgewir bleiben erreichbar
Den ausführlichen Ablauf mit Vorbereitung und OP-Tag finden Sie unter Ablauf & Vorbereitung, die Heilung Woche für Woche unter Nachsorge.
Risiken und Nebenwirkungen
Eine Haartransplantation ist ein chirurgischer Eingriff. Häufig sind vorübergehende Schwellungen an Stirn und Augen, Krusten, Rötungen, Spannungsgefühl und Juckreiz. Selten kommt es zu Infektionen, Entzündungen der Haarfollikel, länger anhaltendem Taubheitsgefühl, ungleichmäßigem Anwachsen oder einem vorübergehenden Ausfall vorhandener Haare um das behandelte Gebiet (Shock Loss). Bei der FUT-Methode bleibt eine feine Narbe. Über alle Risiken klärt Sie der Arzt vor dem Eingriff persönlich auf.
Ihr persönliches Angebot
Senden Sie uns 4–5 Fotos Ihrer Haarsituation. Beide Kliniken schätzen den Graft-Bedarf ein, und Sie erhalten ein Angebot zum Festpreis, kostenlos und unverbindlich. Noch nicht so weit? Dann laden Sie zuerst unser Infopaket (PDF, 18 Seiten) herunter.
Häufige Fragen
Wachsen die transplantierten Haare ein Leben lang?
Die Haarwurzeln stammen aus dem Haarkranz, der genetisch weniger empfindlich auf DHT reagiert. Sie wachsen in der Regel so lange weiter, wie auch der Haarkranz Haare bildet. Vorhandene, nicht transplantierte Haare können aber weiter ausfallen.
Können fremde Haare verpflanzt werden?
Nein. Fremde Haare würden vom Körper abgestoßen. Verpflanzt werden ausschließlich eigene Haare, in Ausnahmefällen auch Körperhaare.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Meist reicht eine Sitzung. Bei großen Flächen (etwa ab Norwood 5 bis 6) oder wenn mehr Dichte gewünscht ist, kann frühestens nach etwa einem Jahr eine zweite Sitzung folgen, sofern der Spenderbereich das zulässt.
Zahlt die Krankenkasse?
In der Regel nein. Eine Haartransplantation gilt als ästhetischer Eingriff. Möglichkeiten zur Ratenzahlung finden Sie unter Finanzierung.
Weiterlesen
Quellen und weiterführende Informationen
- ISHRS – International Society of Hair Restoration Surgery: Patienteninformationen – Fachgesellschaft der Haarchirurgen
- AOK Gesundheitsmagazin: Haartransplantation – Methoden, Risiken und Nebenwirkungen
- Stiftung Warentest: Haartransplantationen – reine Kopfsache
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft: Informationen zu Haarausfall (Alopezie)
Allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch ein persönliches Beratungsgespräch. Die Ergebnisse einer Haartransplantation sind individuell und nicht vorhersehbar, Erfolge können nicht zugesichert werden.

