Die Stadien nach Norwood
Die Norwood-Skala (auch Hamilton-Norwood) beschreibt den erblich bedingten Haarausfall beim Mann in sieben Stadien mit einigen Varianten. Die Angaben zum Graft-Bedarf sind Richtwerte für eine natürliche Dichte im betroffenen Bereich. Die Grafiken sind schematisch: Draufsicht, Stirn oben.
NW 1: Nahezu volles HaarKeine oder kaum sichtbare Lichtung. Eine Transplantation ist in der Regel nicht nötig. Bei jungen Männern steht eher die Beobachtung oder eine medikamentöse Behandlung im Vordergrund.
keineNW 2: Leichte GeheimratseckenDie Haarlinie weicht an den Schläfen dreieckig zurück, bleibt aber deutlich vor der Ohrlinie.
ca. 1.500–2.500 GraftsNW 3: Ausgeprägte GeheimratseckenDie Schläfenecken sind tief, die Stirn wirkt deutlich höher. Bei der Variante 3 Vertex kommt eine Lichtung am Wirbel hinzu.
ca. 2.500 GraftsNW 4: Hohe Stirn und Lichtung am WirbelStirn und Oberkopf lichten sich weiter, am Hinterkopf entsteht eine Tonsur. Dazwischen liegt noch ein deutliches Haarband.
ca. 3.000–3.500 GraftsNW 4a: Lichtung von vorn nach hintenDer Haarverlust schreitet von der Stirn über den Oberkopf fort, ohne getrennte Tonsur.
ca. 3.000–3.500 GraftsNW 5: Schmales HaarbandStirnbereich und Tonsur sind nur noch durch ein schmales Haarband getrennt, der Haarkranz nimmt Hufeisenform an.
ca. 4.000–4.500 GraftsNW 5a: Großflächige Lichtung von vornDie kahlen Bereiche an Stirn und Oberkopf gehen ineinander über und dehnen sich seitlich aus.
ca. 4.000–4.500 GraftsNW 6: Nur noch HaarkranzVom ursprünglichen Haar bleibt ein Band von den Ohren um den Hinterkopf. Der Bedarf ist hoch, die Entnahme pro Sitzung aber begrenzt, oft sind zwei Sitzungen nötig.
ca. 5.000 Grafts und mehrWas ist ein Graft?
Ein Graft ist eine transplantierte follikuläre Einheit, also eine natürliche Haargruppe mit 1 bis 4 Haaren. Im Durchschnitt sind es etwa zwei Haare pro Graft. 3.000 Grafts entsprechen also ungefähr 6.000 bis 7.000 Haaren. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer in Grafts, nicht in Haaren.
Wie viele Grafts sind möglich?
Der Spenderbereich ist begrenzt. Bei einem durchschnittlichen Haarkranz lassen sich über ein Leben verteilt etwa 6.000 bis 8.000 Grafts entnehmen, ohne dass der Hinterkopf sichtbar ausdünnt. In einer Sitzung sind bei guter Dichte häufig 3.000 bis 4.000 Grafts möglich. Größere Mengen werden auf zwei Sitzungen im Abstand von etwa einem Jahr verteilt.
Ein guter Plan denkt auch an die Zukunft: Schreitet der Haarausfall weiter fort, sollten noch Reserven im Spenderbereich bleiben. Deshalb wird die Haarlinie altersgerecht geplant und nicht zu tief gesetzt.
Ihre persönliche Einschätzung
Ihr Stadium und die mögliche Graft-Zahl können nur die Ärzte verlässlich beurteilen. Senden Sie uns dafür Fotos von vorn, oben, beiden Seiten und dem Hinterkopf. Beide Kliniken nennen Ihnen eine Graft-Zahl und einen Festpreis.
Ihr persönliches Angebot
Senden Sie uns 4–5 Fotos Ihrer Haarsituation. Beide Kliniken schätzen den Graft-Bedarf ein, und Sie erhalten ein Angebot zum Festpreis, kostenlos und unverbindlich. Noch nicht so weit? Dann laden Sie zuerst unser Infopaket (PDF, 18 Seiten) herunter.
Häufige Fragen
Woher weiß ich, wie viele Grafts ich brauche?
Senden Sie uns Fotos Ihrer Haarsituation über den Foto-Upload. Die Ärzte beider Kliniken schätzen den Bedarf ein. Die Norwood-Übersicht dient nur zur ersten Orientierung.
Sind 5.000 Grafts in einer Sitzung sinnvoll?
Nur bei sehr gutem Spenderbereich. Oft ist es schonender, große Mengen auf zwei Sitzungen zu verteilen. Die Ärzte beraten Sie dazu nach Befund.
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Quellen und weiterführende Informationen
- ISHRS – International Society of Hair Restoration Surgery: Patienteninformationen – Fachgesellschaft der Haarchirurgen
- AOK Gesundheitsmagazin: Haartransplantation – Methoden, Risiken und Nebenwirkungen
- Stiftung Warentest: Haartransplantationen – reine Kopfsache
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft: Informationen zu Haarausfall (Alopezie)
Allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch ein persönliches Beratungsgespräch. Die Ergebnisse einer Haartransplantation sind individuell und nicht vorhersehbar, Erfolge können nicht zugesichert werden.

